Vraston ein T'Skrang aus dem Dorf Denlikiyan am Schlangenfluss.

Mit einer Größe von etwas über 6 Fuß war Vraston der Gröste unter seinen Eigefährten und durch seine Disziplin als Waffenschmied muskulös gebaut. Seine schuppige Haut ist von kräftig blauer Färbung. Sein Kamm auf dem Kopf wechselt fließend in ein Smaraktgrün das sich über seinen Nacken bis zur schwanzspitze zieht und ab dem schulten in tigerartigen Streifen, seitlich ausfächert.

Er verbrachte sein ganzes 26 Jahre junges Leben in dem Dorf Denlikiyan, das sich malerisch an das wilde Ufer des Schlangenflusses schmiegte. Er wurde kurz nach seiner Kassia vom Dorfschmied ausgewählt, um das Schmiedehandwerk zu erlernen. Lange vor seiner Ausbildung zog es ihn bereits in die Schmiede. Als kleines Kind verbrachte er oft Stunden dort, beobachtete die tanzenden Flämmchen über der Esse und die Funken, die das Metall bei jedem Hammerschlag ausspie. Er half das Feuer zu schüren und durfte später, als er den viel zu großen Hammer führen konnte, beginnen Nägel zu schmieden. Den allerersten trägt er immer noch jeden Tag bei sich. Der Umgang mit Feuer war für ihn immer genauso wichtig, wie der tägliche Sprung in das kühle Nass des Schlangenflusses. Ein Tag, an dem er nicht mit Feuer umging, erfüllt ihn mit Leere und einem Verlangen nach der Hitze.
Seitdem Vraston seine Lehre zum Waffenschmied abgeschlossen hatte, verbrachte er Tag ein Tag aus am Ambos. Meistens fertigte er Werkzeug und allerlei Utensilien für die Dorfgemeinschaft an. Stets gab er sein Bestes, auch wenn ihn die einfachen Schmiedearbeiten ihn eher langweilten. Nur selten unterbrach ein Dolch, ein Schwert oder gar ein Bauteil für eins der vielen Flussboote das Einerlei. Seit Jahren drängt es ihn, sein Dorf zu verlassen und für Ruhm und Ehre in die Ferne zu ziehen. Nur das feinste Material würde er sammeln um seine Herzklinge zu schmieden des Zeichen eines echten Waffenschmieds. In den Kreisen seiner Zunft werde er zu einem hoch geschätzten Meister aufsteigen und nur die edelsten Klingen und Hämmer anfertigen.
“Er will der Allerbeste sein,
wie keiner vor ihm war.

du du da da

Ganz allein findet er sie,
Er meidet keine Gefahr!

du di da

Er streift durch das ganze Land,
er sucht weit und breit

die Waffen um zu verstehen,
Was ihnen ihre Macht verleiht….”


Bis jetzt besaß er nur ein einfaches Breitschwert, das neben den Zangen griffbereit in der Schmiede hing. Er hatte lange für das Material sparen müssen und es vor ungefähr zwei Jahren für sich angefertigt. Täglich mahnte es ihn, bald aufzubrechen, um sich seinen Traum zu erfüllen.

Hin und wieder tauchten kleine Gruppen Helden im Dorf auf. Sie beauftragten ihn, ihre Ausrüstung zu reparieren oder zu pflegen. So kam er auch manches Mal mit wertvollen magischen Gegenständen in Berührung und konnte die eingearbeitete Struktur und Runen studieren, um sein Wissen zu erweitern.
Nur die Geschichten der Helden zogen ihn stärker an als das Feuer der Schmiede. Er wurde nicht müde, ihnen in der Schänke stundenlang zuzuhören und sich auszumalen, wie er es sein werde. Der mächtige Waffenschmied, der Siegreich aus den wildesten Kämpfen hervorging. Doch so plötzlich wie die Helden in der Dorfschmiede auftauchen, so schnell waren sie auch wieder aus dem Dorf verschwunden. Keiner von ihnen wollte einen unerfahrenen Schmied in seine Gruppe aufnehmen.

Eines Tages betrat ein einzelner T’Skrang die Schmiede. Er war in einer aufwendigen Kettenrüstung gekleidet, ein mächtiges Schwert am Gürtel und ihm folgte ein junger Greif.
Während Vraston sich um die Ausrüstung des Schwertmeisters, der sich als Scrooge vorgestellt hatte, kümmerte. Lauschte er Scrooge, wie dieser von seinen vergangenen Heldentaten und seinen Gefährten schwärmte.

Anders als die Helden vor ihm verließ Scrooge das Dorf nicht sofort, als seine Ausrüstung gepflegt und seine Vorräte aufgefüllt waren. Er besuchte Vraston in der Schmiede und am Abend tranken sie gemeinsam in der Gaststätte. Während eines besonders ausgelassenen Gelage erzählte Scrooge ihm, dass sich die Wege seiner Gruppe getrennt hatten und er alleine durch die Lande zog.
Da sah Vraston seine Chance endlich die langersehnte Reise anzutreten.
Er bat Scrooge, ihn auf seinen Reisen begleiten zu dürfen. Er malte mit seinen Worten die schönsten Bilder von den Abenteuern, die er erleben wollte und den Herausforderungen, die sie gemeinsam bezwingen würden.

Scrooge war überrascht, dass der junge Waffenschmied seinen sicheren Platz im Dorf aufgeben wollte. Mehr im Spaß versprach er Vraston ihn mit ins Abenteuer zu nehmen. Er erzählte ihm von einem Kaer der unlängst nicht weit entfernt entdeckt worden sei. Diese alte Feste, die dem Land zum Schutz vor Dämonen und bösen Mächten diente, würde sie mit Gold und Schätzen überhäufen, sobald sie sie bezwungen hätten.

Scrooge war sich sicher, wenn der Mut des Bieres am nächsten Morgen verflogen wäre, würde er den Schmied etwas kleinlaut an seinem Amboss finden. Es werde ihm einen Riesenspaß bereiten, dem Schmied eine Ausrede nach der anderen zu entlocken, warum er nun doch nicht mit auf die Reise gehen könnte.

Am nächsten Tag fand er Vraston zwar in der Schmiede, doch stand der junge Waffenschmied in einer Gesteppten Lederrüstung vor ihm, das Breitschwert am Gürtel und eine prallen Rucksack zu seinen Füßen. der Waffenschmied war entschlossen aufzubrechen und nahm Scrooge beim Wort. Er hatte bereits die Zustimmung der Matriarchin seines Niall erhalten, um seinen Weg außerhalb des Dorfes zu gehen.

Scrooge weigerte sich zuerst den Jungen mit sich auf die Reise zu nehmen, er war ja keine schließlich Ame und Vraton klebten ja noch die Eierschalen am Kamm. Als Vraston ihn jedoch bei der Ehre packte und ihm Angst unterstellte, willigte der Schwertmeister wutentbrannt ein.

Am frühen Mittag hatte Scrooge seine Vorbereitungen abgeschlossen. Nachdem Vraston sich vom alten Dorfschmied, seinem Lehrmeister, verabschiedet hatte, verließen sie das Dorf in Richtung des Kaer.