22.Tag im Praiosmond, 1040 nach Bosparans Fall, später Abend

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ID: 640Sie traten ins Freie und ließen die Gewölbe und Fallen der Binge hinter sich. Der Mond flutete den lichten Wald in kühles bleiches Licht und durch die Wipfel funkelten die Sterne am klaren Nachthimmel wie Diamanten. Sie kehrten zu ihrem Wagen zurück und entschlossen sich, die Nacht dort im Schatten der Binge zu verbringen. Sie bauten auf dem Vorplatz der alten Binge ihr Lager auf. Tronde und Quaz’Ra luden den Wagen ab, Rotang besorgte Feuerholz und Grimbald bereitete ein Lagerfeuer. Grim unterstützte, wo er konnte, behielt den Himmel aber stets im Auge und ließ die Sichtung des Drachen am Vortag keine Ruhe. Eirik überreichte Quaz’Ra einen der Rubine, die er in der Binge gefunden hatte. Seit Nordhag wusste er über das Interesse des Achaz an Edelsteinen, auch wenn der Grund unbekannt war. Grob unterbrach Grim das Gespräch der beiden und ließ keinen Zweifel an seiner Ablehnung gegenüber dem “Echsenvieh”, wie er Quaz’Ra nannte. Eirik stellte sich zwischen die beiden, bis Quaz’Ra sich entfernte, um sein Nachtlager vorzubereiten.

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ID: 642Gemütlich loderte das Lagerfeuer, als Rotang und Gwynwen noch einmal zur Jagd auf machten. Ludwig war im Feuerschein bereits eingeschlafen. Quaz’Ra sammelte nahe dem Lagerplatz einige Schnecken, die er genüsslich unter lautem Knacken und Knirschen verzehrte. Als er an das Lagerfeuer zurückkehrte, betrachtete er erstaunt, wie Eirik versuchte, Grimbald von Ludwig fernzuhalten. In eine hitzige Auseinandersetzung vertieft, versuchte Eirik Grimbald zu überzeugen, dass die Wunde auf Ludwigs Rücken, die ein Bolzen in der Binge gerissen hatte, bereits von Gwynwen mit Magie geheilt wurde. Grimbald, der mit einer großen Nadel und einem Verband in den Händen, mit wutrotem Gesicht vor Eirik stand, forderte beharrlich die Wunde zu untersuchen und zu nähen. Die Magie der Langohren, dies “Echsenzeug” tauge einfach nichts, meinte er. Wie besessen bestand er, die vermeintliche Wunde von Ludwig zu nähen, Eirik hielt ihn vehement zurück, um den schlafenden Ludwig zu schützen. Erst die Rückkehr von Rotang und Gwynwen brachte die Sachlichkeit zurück. Sie hatten einen Hirsch erlegt, den Rotang wie einen Beutel über seinem Rücken trug.

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ID: 643Um den aufgebrachten Grimbald zu beruhigen, bot Rotang ihm einen der Rubine an, die er in der Binge von Eirik erhalten hatte. Sofort sprang Grim auf und reckte dem Holzfäller seine Hand entgegen, bis auch er einen Rubin erhalten hatte. Nachdem sie Grimbald überzeugen konnten, dass Ludwig nur Ruhe benötigte, kehrte wieder Ruhe ein. Sie saßen alle gemeinsam um das Lagerfeuer und labten sich am frischen Wildbraten, den Rotang fachmännisch zubereitet hatte.

Grimbald sprach die Armschiene und den Ring an, für die sie in die Binge gereist waren. Woraufhin sich Grim nach der Geschichte zur Armschiene und der Gruppe erkundigte. Quaz’Ra berichtet bereitwillig von der Hexe, die sie in Nordhag getroffen hatte, vom "Blaufell", dem blauen Ork und dem Tatzelwurm, den sie erlegt hatten. Als Grim begann, vom Alchemisten zu sprechen, fragte Grimbart energischer nach der Armschiene. Nachdem Tronde von ihrer ersten Begegnung mit dem Drachen berichtet hatte, begann Grim, von Vorbereitungen für den Drachenkampf zu schwärmen, von Armbrüsten und einer Ballista, die sie auf den Wagen anbringen könnten. Grimbart forderte nun zu erfahren, wo sich die Armschiene befand. Tronde erklärte, dass Grim beide Gegenstände bei sich trug. Dieser hatte sich unterdes vom Feuer abgewendet, den Kopf auf seinen Rucksack gelegt und stellte sich schlafend.

Erst nachdem Grimbald ihn vehement aufforderte, die Armschiene zu präsentieren, reagierte Grim. Widerstrebend richtet er sich auf und wühlt in seinem Rucksack, nach einer kleinen Ewigkeit zieht er die Armschiene hervor und hält sie stur vor seiner Brust.


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ID: 644Neugierig nähert sich Quaz'Ra, kniet sich vor den Zwerg und begutachtet die Armschiene genau. Als er vorsichtig eine Kralle an die Inschrift nähert, reist Grim die Armschiene weg. Wütend greift Grimbald nach ihr und versucht, sie Grim zu entreißen. Die Zwerge zerren mit Leibeskräften an der Armschiene. Plötzlich verloren beide den Halt und fielen rücklings zu Boden. Die Armschiene flog ein kleines Stück in die Luft, bis Quaz’Ra beherzt zugreift und sie an sich nahm. Während sich der Achaz wieder neben Gwynwen setzt und ihr die Armschiene zeigte, rappeln sich die Zwerge auf und begannen, sich wüst zu beschimpfen. Grim versuchte nach der Armschiene zu greifen, doch Gwynwen hob die Armschiene hoch über ihren Kopf. Erst als die Zwerge sich beruhigt hatten. Senk Gwynwen ihren Arm und zeigte Grimbald die Armschiene. Er studierte die Inschrift, ohne die Armschiene zu berühren. Plötzlich kletterte Grim an der Elfe empor und griff nach der Armschiene. Eirik versucht noch, dem Zwerg die Armschiene zu entreißen. Bevor einer der beiden die Armschiene an sich bringen konnte, stürzen sie zu Boden und die Armschiene in die Hände von Grimbald. Er gab nun zögernd den Wert des Relikts preis. Die Armschiene vermochte einen Drachen aus der Luft zu reißen und ihn an den Boden zu binden. Zudem würde sie dem Träger die Macht eines Drachentöters verleihen.

Hitzig diskutierte die Gruppe, wer das mächtige Relikt nun verwahren sollte. Grimbald vertraute Grim nicht, der versucht hatte das Wissen um das Relikt für sich zu behalten. Außerdem kannten sie ihn erst seit wenigen Tagen. Er beanspruchte das Zwergen Relikt für sich, immerhin hatte ihm die Hexe in Nordwall von der Binge berichtet. Gegen ihn sprach allerdings sein Verhalten in den letzten Wochen. Ihm unterstellten sie, das Blut und den Schädel des Tatzelwurm vom Karren geworfen oder zumindest nicht darauf geachtet zu haben. Tronde scholte ihn über seine zurückhaltung bei der Jagd auf den Drachen den sie am Vortag gesehen hatten, Grim zeigte sich eher wie ein wahrer Angroschim. Bald einigten sie sich, dass Tronde der Ingram-Geweihte das Relikt verwahrte, bis die rechte Zeit gekommen sei. Bald legten sie sich zur Ruhe, Quaz’Ra übernahm die erste Wache.

23.Tag im Praiosmond, 1040 nach Bosparans Fall,

Der nächste Morgen begrüste sie mit Neben und leichten Regen. Zügig brachen sie ihr Lager ab und machten sich auf den Weg zurück in die Stadt Nordhag um der Stadtwache von der Sichtung des Drachen zu berichten.

Tronde und Eirik führten den Tross an, sie ritten nebeneinander und folgten dem gleichen Weg, der sie zuvor zur Binge gebracht hatte. Gwynwen und Quaz’Ra folgten ihnen in einigen Schritt Entfernung. Die Zwerge saßen auf dem Bock des Wagens und schwiegen sich schmollend an. Ludwig war hinter ihnen auf dem Wagen gebettet, obwohl sich die Wunde in seinem Rücken dank Gwynwen bereits geschlossen hatte, war er noch schwach und schlief tief und fest. Rotang folgte dem Wagen, er gab acht, dass nicht wieder etwas herunterfallen würde.

Eirik vergewisserte sich, dass ihn niemand sonst hören würde und wandte sich an Tronde. Ihm ließ das Verhalten Gimbalds keine Ruhe. Er vergewisserte sich, das er dem Zwerg kein Unrecht tat. Tronde stimmte ihm zu. Er berichtete über die Ereignisse, die Eirik durch seine Ohnmacht nach dem Kampf mit dem Tatzelwurm nicht bewusst waren. Eirik berichtete über eine Kälte die er beim Zwerg spürte. Es erinnerte ihn an den Untoten Bauern den sie bekämpft hatten. Sie berieten was sie tun könnten, um ihrem Gefährten zu helfen, falls es überhaupt einen Grund zur Sorge gäbe.

Das Wetter hatte sich unterdes zusehends verschlechtert. Der Wald um sie herum war in dichten Nebel gehüllt, Regen prasselte unerbittlich auf sie herab, als die Pferde von Eirik und Tronde plötzlich scheuten. Im Nebel vor ihnen konnten sie Schemen erkennen. Die kleine Karawane hielt überrascht an. Eine Gruppe Goblins stand vor ihnen auf der Straße. Sie schienen genauso überrascht von der Begegnung zu sein und blieben fast regungslos stehen. Tronde warnte die Anderen vor den Goblins ,stieg von seinem Pferd, schickte das Tier zur Seite und griff an seinen Hammer. Gwynwen, Quaz’Ra, Rotan und Eirik taten es ihm gleich. Grimbald rief den Goblins spöttisch auf Orkisch zu, was sie dort machen würden, hoffend, sie würden ihn verstehen.

Langsam näherten sich die Goblins mit gezogenen Waffen. Tronde entfachte eine göttliche Flamme in seiner Hand, um die Gegner einzuschüchtern, jedoch ohne Reaktion. Gwynwen hielt ihren Bogen schussbereit, während Quaz’Ra auf Eirik aufgeschlossen hatte. Die Zwerge und Rotang eilten mit schnellen Schritten vor, ihren Gefährten zu helfen. In diesem Moment gab Gwynwen den Pfeil auf ihrem Bogen frei. Mit einem Surren durchschnitt der Pfeil den Vorhang aus Regen und Nebel. Wie aus dem Nichts traf es den ersten Goblins und streckte ihn schwer getroffen zu Boden. Quaz’Ra folgte Tronde, der auf die Gegner stürmte und prompt von einem Pfeil getroffen wurde. Während Gwynwen ein Geschoss nach dem anderen auf die Goblins niedergehen ließ, stürmten sie auf die Gruppe zu. Eirik schleuderte seine Wurfmesser gegen die Gegner als Quaz’Ra einen kleinen Stein aus seinem Schuppenbeutel zog. Der Achaz start auf einen Goblin, lässt den Stein zwischen seinen Fingern tanzen. Er zischte furchteinflößend, als sich eine kleine Wolke aus dem Stein löste und über den Boden huschte. Um die Wolke erstarrt der Regen feinen Flocken und lässt eine Spur von Raureif hinter sich. Blitz schnell erreicht sie den Goblin und steigt auf bis zur Hüfte. Der Goblin schreit unter Schmerzen, als sich Eiskristalle an Haut und Rüstung bilden.

Der Wind erhob sich und blies Regen und Nebel davon, als Rotang und die Zwerge sich in den Kampf stürzten. Mit gezielten Hieben konnten sie schnell die Überzahl der Gegner zu ihren Gunsten wenden und zwei Goblins zu Boden strecken. Wie im Blutrausch erhebt Grimbald seinen Kriegshammer gegen einen ohnmächtig am Boden liegenden Feind und zerschmetterte den Schädel des wehrlosen Goblins. Dieser Anblick trieb die anderen Goblins in die Flucht, doch nur zwei der Feinde kamen mit dem Leben davon.

Noch bevor die Helden ihren Sieg feiern konnten, durchbrach ein Rauschen die junge Stille. Vor ihnen tauchte ein Drache aus dem Wolkenverhangenen Himmel. Unter lautem Tosen landet die riesige Kreatur nur wenige Schritte vor ihnen. Ein starker Luftstoß, gefüllt von Gischt, blies der Gruppe entgegen. Grim kauert sich hinter den Kadaver eines Goblins, während Eirik und Quaz’Ra sich schützend an die Seite des verwundeten Trondes stellen. Der Drache senkt seinen Kopf und ein Reiter sprang von seinem Rücken. Der Reiter war von mittlerer Statur trug eine verzierte Rüstung ohne Helm und sein schütteres Haar weht im Wind. Er näherte sich der Gruppe und rief ihnen zu: “Sorgt euch nicht meine Freunde. Ich bin Grimmwart Lauenklaun und bin gekommen, um euch zu retten!”

Verdutzt schaut der Reiter auf das Schlachtfeld und entgegnet peinlich berührt: "Ich sehe ihr äh.. kommt zurecht.”


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ID: 645Als Quaz’Ra und Eirik sich ihm nähern und begannen Fragen zu stellen, geht er unsicher rückwärts. Rotang nähert sich, wollte das eindrucksvolle Tier füttern. Er schleuderte ein Stück Fleisch, im hohen Bogen über den Reiter, vor den Kopf des Drachen. Da ergriff Grimwart die Flucht. Der Drache spie Feuer, das eine Wand zwischen dem Helden und seinem Reiter bildete, ohne jemanden zu verletzen. Nachdem Grimmwart im Sattel saß, wandte sich der Drache ab, erhob sich in die Luft und flog davon. Sie ließen die Gruppe verdutzt zurück.

Eirik nahm Quaz’Ra zur Seite und deutete auf den Rauch, den die Feuerwand hinterlassen hatte, dies sei der Rauch aus seiner Prophezeiung.

Sie erinnerten sich an das Schriftstück, das sie im alten Gasthaus nach dem Kampf mit dem Tatzelwurm gefunden hatten. Das Schreiben war an Blaufell gerichtet und beauftragte ihn, einen Drachen Überfall auf Heldentrutz zu inszenieren. Der Brief war mit dem Namen Grimmward unterzeichnet, war dies der Drachenreiter? Er war mit dem verhassten Blaufell im Bunde und die Wegelagerei nur gestellt.
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