Kapitel. 15 Teil. 2 - Die Begegnung mit Blaufell
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Kapitel. 15 Teil. 2 - Die Begegnung mit Blaufell
11 Tag im Rondra, 1040 nach Bosparans Fall, kurz vor Sonnenaufgang
Schon als die ersten Sonnenstrahlen über den Horizont flimmerten, waren die Pferde gesattelt und sie brachen auf, Blaufell zu stellen. Ihr alter Freund der Regen hatte sich wieder zu ihnen gesellt. Feine Tropfen prasselten auf sie nieder denn noch kamen sie gut voran. Vor ihnen ragte ein schroffer Felsen in den Himmel, der sich wie ein riesiger Splitter aus dem Land erhob. An seine Hänge schmiegte sich ein Wald, über dem eine kleine Rauchfahne aufstieg. Der Pfad, dem sie nun folgten, führte direkt auf die Rauchfahne zu. Sie vermuteten, dass Blaufell dort sein Lager aufgeschlagen hatte.
Als sie den Rand des Wäldchens erreicht hatten, ließ Eirig seinen Raben in die Lüfte steigen. Sonus kreiste bereits seit einiger Zeit über der Gruppe, als würde er für sie nach dem Lager des Blauen Ausschau halten. Eirik fühlte, dass sie ihrem Ziel bereits sehr nahe waren. Plötzlich zügelte Eirik sein Pferd, er starrte wie in Trance in den grauen Himmel. Wie durch die Augen seines Raben konnte er eine Lichtung erkennen, auf dem ein kleines Lager aufgeschlagen war. Er erkannte Orks, Zelte und ein Lagerfeuer. Eine Wiese führte vom Lager einen kleinen Hügel hinauf und bot den perfekten Ausgangspunkt für einen Angriff. Als Eirik wieder durch seinen eigenen Augen sah, erblickte er den verdutzten Quaz’Ra. Der Achaz hatte sein Pferd neben seinem zu stehen gebracht und wedelte mit der Hand vor Eiriks Gesicht. Er wartete wohl schon länger auf eine Reaktion.
Aufgeregt berichtete Eirik von dem Lager, dass er gesehen habe und schlug vor, sich von Osten zu nähern. Skeptisch, wie der junge Thorwaler an diese Erkenntnis gekommen sei, fragte der Achaz nach. Eirik wiegelte ab, dafür sei später genug noch Zeit.
Er übernahm die Führung. Als sich vor ihnen der Hügel erhob, den Eirik zuvor gesehen hatte, ließen sie die Pferde und Wagen zurück. Auch Ludwig, der sich immer noch geschwächt war blieb beim Wagen zurück. Eirik führte sie gebückt über die Kuppe. Vor Ihnen lag eine breite Lichtung. Von der Anhöhe konnten sie das Lager gut einsehen, waren aber weit genug entfernt, um die Orks, die am Feuer saßen, nicht zu alarmieren.
Gwynwen konnte dank ihrer hervorragenden Sicht das Lager genau erkennen, drei Orks und ein Goblin am Feuer und zwei scheinbar gezähmte Wölfe dösten in ihren offenen Käfigen im hinteren Teil des Lagers. Tatsächlich, das Fell eines der Orks schimmerte bläulich im fahlen Licht. Leise beschrieb sie den anderen, was sie sah. Quaz’Ra bebte vor Anspannung, als sie den blauen Ork beschrieb. Der Achaz konnte den Ork aus dieser Entfernung nicht genau erkennen, aber es musste Blaufell sein.
Sie schmiedeten einen Plan, ihre erhöhte Position gelte ihnen zum Vorteil. Gwynwen würde den Kampf mit dem ersten Schuss eröffnen und von ihrer Position die Feinde unerbittlich unter Feuer nehmen. Grimbald wollte den Gesuchten mit einem stumpfen Armbrustbolzen bewusstlos schießen, damit er ihnen nicht entkam und sie ihn später befragen konnten. Die anderen würden in einer Linie vorrücken, um Gwynwens Stellung zu decken und nähernde Feine zu bekämpfen. Sie hatten den Plan gefasst und auch das Wetter war auf ihre Seite. Der Regen ebbte ab und gab die Sicht auf das Lager ungehindert frei.
Gwynwen stimmte unvermittelt einen leisen Singsang an, ihre Stimme klang melodisch wie aus zwei Kehlen, als sie verstummte, bereitete sie ihren Angriff vor. Sie hatte einen Achxxelleratus auf sich gewirkt und legte den Pfeil nun so schnell und elegant auf die Sehne, dass man ihr mit dem Auge kaum folgen konnte. Schon surrte der Pfeil auf sein Ziel zu und traf den unaufmerksamen Ork in den Rücken. Etwas überrascht drückte auch Grimbald ab, der schon länger schussbereit verharrte. Auch sein Bolzen traf das Ziel, doch hatte er nicht auf Blaufell angelegt, sondern auf den Ork, den auch Gwynwen getroffen hatte. Für ihn sahen die Biester auf die Entfernung alle gleich aus. Der Ork sackte bewusstlos zusammen.
Sofort sprangen die anderen Feinde auf und suchten nach den Angreifern. Da schnellte schon der nächste Pfeil von Gwynwens Sehne und surrte kurz durch die Luft. Diesmal war es Blaufell, der getroffen aufschrie und die Wölfe mit einem markerschütternden Brüllen gegen die Angreifer hetzte. Der Rest der Helden war nun ebenfalls über die Anhöhe gestürmt und stellte sich den Wölfen in den Weg. Quaz’Ra konnte nun ebenfalls das Lager überblicken und erkannte den Blauen sofort, auch seine Stimme würde er nie verkennen.
Da wurde Tronde von einem Pfeil getroffen, als er sich schützend vor Gwynwen stellte. Grimbald ließ seine Armbrust im Gras zurück und stürmte mit gezogenem Kriegshammer gegen die Feinde. Mit einem Zischen sandte Quaz’Ra eine eisige Wolke aus, die auf einen der Wölfe zu schnellte und das Tier mit Raureif überzog. Der Achaz schloss dann mit dem Zwerg auf um wie besprochen eine Verteidigung zu bilden, in die sich auch Eirik einreihte, um Gwynwen und Rotang zu verteidigen. Die beiden Schützen ließen einen Sturm aus Pfeilen auf die Orks niedergehen. Eirik konnte gerade einen der Wölfe mit seinem Schild abwehren, als Tronde aufschloss und dem Wolf eine schmerzhaften Hieb versetzte. Die Waghalsigkeit des Geweihten wurde sofort mit einem Pfeil von dem Bogen des Größten der Orks bestraft, der dank Trondes Rüstung nur wenig Schaden anrichtete.
Grimbald führte einen mächtigen Hieb gegen den Wolf und trieb den Dorn seines Hammers tief in dessen Seite. Das Tier sackte tot zusammen. Behände zog er die Waffe aus dem Fleisch, als er an dem Kadaver vorbei auf die Orks zu schritt. Eirik hielt die Linie mit Grimbald und schleuderte eins seiner Wurfmesser gegen den zweiten Wolf, dass sich tief in dessen Brust bohrte. Grim hatte die Verteidigung der Elfe aufgegeben und stürmte auf den Goblin zu, der sich am Waldrand vor dem Beschuss in Sicherheit gebracht hatte. Rotang tat es ihm gleich und sprintete behände, wie man es von seiner Statur nicht glauben mochte, an der Verteidigungslinie vorbei und brachte sich nahe den Feinen hinter einem Fels in Deckung.
Da sprang Blaufell aus seinem Versteck und versuchte, nach Nordwesten in den Wald zu flüchten. Gwynwenn war die Bewegung des Orks nicht entgangen. Ein weiterer Pfeil erschien fast wie von Geisterhand auf der Sehne ihres Elfenbogens, der noch im selben Augenblick mit einem scharfen Fauchen durch die Luft raste und sein Ziel im Körper des Blauen fand. Der noch in Raureif gehüllte Wolf schnellte auf Rotang zu und biss in den Arm des Holzfällers. Beim Versuch den Angriff abzuwehren stieß der Holzfäller das Tier von sich und die im Fleisch vergrabenen Zähne rissen eine blutende Wunde.
Der durch den Bolzen niedergestreckte Ork hatte sich aufgerappelt, wankend spannte er seinen Bogen, doch der Pfeil verfehlte Eirik um gut einen Schritt und landete vor Quaz’Ra im hohen Gras. Tronde traf den Goblin, der gerade mit Grim im Kampf lag und erlitt einen weiteren Pfeil vom großen Ork. Wilde Beschimpfungen rufend, sprintete Grimbald in Haken auf die Orks am Lagerfeuer, um den Schützen von Tronde abzulenken.
Durch den Pfeil zu seinen Füßen war Quaz’Ra aus seiner Konzentration gerissen und ließ den Blick über das Schlachtfeld schweifen. Er erblickte Blaufell, als er versuchte, im Unterholz zu verschwinden. Der Achaz stürmte ohne auf seine Deckung zu achten über das Schlachtfeld. Auf halber Strecke zum Blauen ließ er ein martialisches Zischen erklingen. Eine eisige Wolke löste sich abermals von seiner Hand, doch sie war größer als die letzte und schoss auf gerader Linie dem Ork in den Rücken. Eiskristalle sprossen aus der Rüstung und dem Fleisch, der Ork stürzte zu Boden und blieb stöhnend liegen.
Grimbald hatte einen der Orks gestellt und Duell entbrannte, in das sich Eirik bald einmischte.
Rotang erlegte den Wolf, der ihn angefallen hatte, bald und stürmte gegen den größten der Orks, der die Rüstung eines Kriegshäuptlings trug. Dieser wollte gerade einen Pfeil auf Grimbald anlegen, der seine Mutter als Elfe verunglimpft hatte, doch wurde er durch den Holzfäller am Schuss gehindert.
Quaz’Ra hatte Blaufell erreicht, den Ork auf seinen Rücken gedreht und sich über ihn gebeugt. Von dem Kampf um ihn herum nahm er schon lange keine Notiz mehr. Wie im Wahn starrte er den Blauen an und redete in der Sprache seiner Ahnen.
Er suchte den Sinn, der den Tod seine Dorfes forderte. Es musste ein größeres Ziel geben, zu dessen Wohl seine Heimat ausgelöscht wurde. Doch Blaufell konnte ich nicht verstehen und die tiefen Wunden machten es dem Ork schwer, bei Bewusstsein zu bleiben.
Unweit von ihnen zerplatzte der Schädel des Goblins unter Grims Felsspalter und färbte die Stiefel des Zwerges rot. Rotang richtete den Ork, der mit erhobenem Säbel vor ihm stand, mit einem weiten Schlag seiner Axt. Der Treffer zerriss den Körper des Orks in zwei Teile. Ungerührt eilte Rotang weiter, um Grimbald und Eirik im Kampf zu unterstützen. Von Rotan, Grimbald und Tronde umzingelt, konnte der letzte Ork dem Hieb von Eirik nicht mehr ausweichen und stürzte tödlich verletzt zu Boden.
So entschied die Gruppe den Kampf für sich.
Gwynwen war durch den Axxeleratus getragen zu Quaz'Ra geeilt, der immer noch manisch zischend über Blaufell gebeugt war. Langsam zog der Achaz die vom Eis aufgebrochene Haut vom Leib des Blauen, der unter Schmerzen stöhnte. Sie sprach ihn an, doch Quaz’Ra zeigte keine Reaktion. Erst als sie ihn an der Schulter berührte, schreckte er zurück, starrte animalisch fauchen in ihre Richtung. Sie sah mehr ein wildes Tier vor sich, das seine Beute verteidigte, als den Achaz, der sie nun schon seit einigen Wochen begleitet. Es dauerte einen Moment, bis sich der Blick in Quaz'Ra's Augen klärte und er die Elfe vor sich erkannte. Sie sprach beruhigend auf ihn ein. Er erinnerte sich an die Worte der Waldelfe, die sie sprach, als der Rest der Gruppe nach Rache gegen den Alchemisten lechzte. “Rache führt nur zu mehr Leid”. Sie brauchten die Hinweise, die ihnen nur Blaufell geben konnte.
Zwiegespalten stand Quaz’Ra auf, er würde zum Wohle der Grafschaft auf seine Rache verzichten und wandte sich ab.
Eirik, der schon einige Momente neben ihnen stand, lehnte den Ork an einen nahen Baum.
Auch der junge Thorwaler haderte mit sich, hatte er Quaz’Ra doch geschworen den Blauen zu töten. Doch er verstand den Beweggrund des Achaz. Die Informationen, die Blaufell geben konnte, waren zu wichtig. Er drohte dem Ork und drückte ihm einen Finger in die Wunde auf seiner Brust, um ihn zum Reden zu bringen, doch der Blaue verspottete ihn und Spuckte ihm eine Mischung aus Blut und Speichel gegen das Visier seines Helmes.
Quaz’Ra wandte sich an Gwynwehn, er bat die Waldelfe, das Leben des Blauen zu retten damit sie in Erfahrung bringen konnten, was er wusste. Widerwillig akzeptierte Gwynwen seine Bitte.
In diesem Moment versuchte Blaufell, Quaz’Ra zu reizen. Er wollte seiner Gefangenschaft durch einen schnellen Tod entgehen. Angestrengt belustigt berichtete er über den Tag, als er das Dorf des Achaz niederbrannte und wie einfach es ihnen gefallen sei, alle Dorfbewohner zu töten. Alle bis auf den Schwächling vor ihm, der es nicht verdiente, hier zu stehen.
Quaz’Ra fiel es sichtlich schwer, die Kontrolle über seine Taten zu behalten. Die Schuld, die er sich selbst aufgeladen hatte, wog schwer auf seiner Seele. Er hatte seine Gemeinschaft nicht vor dem Leid retten können, doch vielleicht konnte er nun den Bewohner von Heldentrutz helfen großem Leid zu entgehen. Er musste jetzt die Willenskraft aufbringen, um auf seine Rache zu verzichten.
Quaz'Ra prophezeite Blaufell mit tiefer Abneigung in der Stimme, dass die Erlösung durch den Tod noch lange auf sich warten ließe. Viele Qualen würde Blaufell erleiden und sich tausende Male den Tod herbeisehnen, bis er endgültig ins Nichts ging und er in Vergessenheit verschwinden würde. Niemals trete er ins nächste Leben, doch die Achaz kehren in ein neues Leben zurück.
Quaz’Ra wandte seinen Blick ab und stürmte zu den anderen entgegen.
Gwynwen begann die schlimmsten Wunden des Blauen zu heilen, der Gedanke, diesem Monster zu helfen, widerstrebte ihr so sehr, dass ihr der Zauber erst beim zweiten Mal gelang.
Quaz’Ra hatte Grimbald erreicht und bat ihn, Blaufell zu fesseln und Informationen aus ihm herauszuholen. Grimbald tat, worum der Achaz ihn gebeten hatte.
Eirik versammelte die Gruppe um den nun gefesselt liegenden Blaufell.
Unter dem Verhör der Gruppe berichtete er ihnen, dass er hier einen Ork Anführer getroffen hatte, um sie gegen die Menschen aufstacheln. Bald sollten die Horden Angriffe gegen die Bewohner der Grafschaft führen.
Sein Auftrag von Düsterschuppe war es, Unruhe in der Grafschaft Heldentrutz zu säen um den Grafen zu stürzen.
Er hatte Düsterschuppe nie gesehen. Ein Mensch habe ihm die Aufträge übergeben. Für ihn war Düsterschuppe überall und nirgends zugleich. Hin und wieder verlachte er die Fragen der Gruppe, bis eine gut platzierte Drohung oder die zweifelhafte Heilkunde Grimbalds mit Nadel und Faden ihn wieder zum Reden brachte.
Quaz’Ra starrte wie gebannt auf Blaufell, der Ork der seine Brutschwester so gleichgültig hingerichtet hatte. Wie dieser Ork nun seine Gefährten verlachte, die so viel auf sich genommen hatten, um die Heldentrutz und ihre Bewohner vor Unheil zu bewahren. Die Gruppe, die ihn in ihre Reihen aufgenommen hatte. Quaz’Ra fühlte sich schwach, er konnte nur schweigend zusehen und ließ den Blauen gewähren, auch seine neue Gemeinschaft, ließ er schweigend im Stich. Jeder Moment steigerte die Gräuel gegen den Blauen. Jeder Atemzug des Monsters war wie Hohn, jedes gepresste Lachen stach einen Speer in die Seele des Achaz.
Blaufell berichtete weiter von Grimward, dem Drachenreiter. Er sollte in den dunkelenzeiten Zeiten der Gewalt und Unruhe in Heldentrutz, den Menschen als strahlender Held erscheinen, um Anhänger zu sammeln und die Macht in der Heldentrutz an sich zu reißen.
Von dem Ei des Tatzelwurms wollte er nichts gewusst haben.
Da blitzte es in den Augen des Orks und er schaute auf Quaz'Ra als blickte er ihm direkt in die Seele.
Der Achaz stand mit etwas Abstand hinter seinen Kameraden.
Unter einem finsteren Lachen prahlte Blaufell plötzlich, wie er die Brut des Dorfes mit seiner Horde gefressen hatte.
Die Eier und jungen Echsen hätten ihnen gut geschmeckt.
Voller Entsetzen brach es aus Quaz’Ra hervor.
Er fühlte nur noch Hass, die Welt um ihn verfinsterte sich und stürzte in endlose Leere.
Eine unermessliche Kälte stieg in ihm auf, so bitterlich wie er sie im tiefsten Winter noch nie erleiden musste.
Vor Wut zitternd umfasste er den Beryl in seiner rechten Hand, seinen Blick starr auf Blaufell gerichtet.
Plötzlich ließ er ein markerschütterndes Zischen ertönen, das von einem verzweifelt klingenden Schrei untermalt wurde.
Augenblicklich brach die Kälte aus ihm hervor, er war von ihr vollends umschlungen.
Die Luft um ihn verklumpte zu kleinen Wolken aus Frost.
Ein Strom wie Eis löste sich von seiner Faust und zischte an seinen Gefährten vorbei auf Blaufell zu.
Der verhasste Mörder schrie unter stechenden Schmerzen auf, als zuerst seine Beine, dann seine Arme zu Eis erstarrten.
Langsam fraß sich die Kälte an den Gliedmaßen entlang. Wo sie das Leben verzehrte, brachen spitze Kristalle aus dem Fleisch hervor und durchbohrten die Lederrüstung. Das Eis umschloss bald den Brustkorb und wandelte die angsterfüllten Schreie in leises Röcheln, bis nur noch das tosende Knistern und Knacken des Eises zu hören waren. Schmerzen und Furcht standen in dem Gesicht wie eingemeißelt, die Augen flogen hilfesuchend umher, bis das gesamte Antlitz des Blauen vom Eis zerfressen und der letzte Funken Leben erloschen war.
Da splitterte sein Körper plötzlich wie eine Porzellanfigur, die ungeliebt auf die Steine geschleudert wurde. Hunderte Teile in einem Farbenspiel aus kaltem Blau und mattem Rot fielen zu Boden und glitten vor den Füßen der Gruppe umher.
Erst jetzt verstummte das Zischen des Achaz, der Strom verschwand von seiner Faust und er sank erschöpft auf die Knie. Den Kopf gesenkt, verharrte er stumm. Der Blick, leer vor sich auf den Boden gerichtet. Seine Faust entkrampfte, öffnete sich langsam und der Beryl fiel vor ihm im Gras.
Mit Entsetzen hatten die Gefährten das grausame Schauspiel beobachtet und schauten nun ungläubig auf den Achaz und die Überreste des blauen Orks.
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